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Erst Karriere als Politiker und dann die dort gemachten Kontakte direkt im Anschluss in der freien Wirtschaft zu Geld machen und gleichzeitig frei von Scham auch noch die Bundesmittel, die man zur Verfügung gestellt bekommt (Luxus-Dienstwagen, Büros, Angestellte) annimmt, obwohl sie doch eigentlich dazu gedacht sind, die mit der Politik in Zusammenhang zu bringenden nachamtlichen Tätigkeiten wahrzunehmen? Ist das der neue Stil? Sind das die gefragtesten Lobbyisten für die ganz großen Firmen dieser Welt? Am besten auch noch Firmen, für die man während seiner Amtszeit die Weichen etwas hätte stellen können?

Nun, manchmal, wenn man sich die Lage anschaut und die Dinge näher betrachtet, könnte man Zweifel bekommen, ob das alles genau so geplant ist und war. Ist es tatsächlich so, dass wir Bürger unsere Politiker im Anschluss an ihre politische Karriere noch bis zum Lebensende durchfüttern, obwohl sie alle noch ihre richtigen Berufe ausüben, die sie ja nie wirklich aufgegeben haben? Ist das alles wirklich richtig so?

In guten Zeiten wird ja viel mehr toleriert, als in schlechten Zeiten. Wenn es anfängt, zu klemmen, schaut man genauer hin.

Gerade momentan ist es erfrischend festzustellen, dass es Menschen gibt, die der Wahrheit auf die Spur kommen wollen und die Geschichten der Politiker durchleuchten. Die Guten haben dabei nichts zu befürchten und wir fühlen uns dann alle besser, dass man eine gute politische Vertretung gewählt hat.

Das ist doch toll, oder nicht?

Genau so klasse ist es, dass man bei den großen Firmen (wie z. B. kürzlich beim ADAC) hinter die Fassaden zu schauen beginnt.

Es tut sich was und die Menschen, die sagen, dass wir in ein Zeitalter des Miteinanders eingetreten sind, wo sich die guten Menschen endlich trauen, etwas gegen das Unrecht zu unternehmen, scheinen entweder Recht zu haben oder sie beginnen nun alles dafür zu tun, dass sie Recht haben werden.

Herzlich Willkommen im Zeitalter des Wassermannes.

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