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So kennt man uns Deutsche: zuverlässig, pünktlich, exakt beim Ausführen unserer zugewiesenen Aufgaben und immer alle Ausweispapiere pflichtgemäß direkt am Mann bzw. Frau. Es ist auch grundsätzlich gut so, dass es so ist. Es dient ja im Endeffekt nur unserem Schutz, wenn sich alle Bürger ausweisen müssen und dies auch können sollten. Aber eine Anwaltskanzlei hat jetzt mit einem Blog-Beitrag dafür gesorgt, dass man sich über die Einhaltung aller deutscher Attitüden beginnt Gedanken zu machen. Konkret geht es hier um das Mitführen, bzw. Zeigen seines Führerscheins bei einer Verkehrskontrolle. Am fiktiven Beispiel eines vorbildlichen Bürgers mit Namen Willi Brause wird gezeigt, wie doof es mal laufen kann, wenn Murphy’s Law mal wieder zuschlägt. Obwohl Willie keinen Schluck Alkohol getrunken hatte und auch sonst keine Drogen im Blut hatte, weil er diese nämlich gar nie nimmt, nahm die Polizei ihm den Lappen weg, weil seine Augen stark gerötet waren und die Polizei ein Drogendelikt vermutete. Die Polizei hat also absolut richtig gehandelt. Das Problem war nur, dass der träge Verwaltungsapparat dazu geführt hat, dass Willi ein halbes Jahr ohne Führerschein war und kein Auto fahren durfte, und das obwohl er unschuldig war. Hätte er den Führerschein bei der Kontrolle nicht dabei gehabt, hätte er nicht eingezogen werden dürfen und Willi hätte am nächsten Tag und auch die folgenden Tage wieder ganz normal zur Arbeit fahren können.

Ein guter Rat zum Schluss: Wer so richtig müde ist, so wie Willi Brause hier in dem Fallbeispiel, der sollte tatsächlich lieber kein Auto fahren. Es ist nämlich bewiesen, dass die Fahrtüchtigkeit beinahe ebenso nachlässt, wenn man stark müde ist, als wenn man zu viel Alkohol im Blut hat.

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